Weniger Dienstleister, mehr Kostenkontrolle
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Wie senke ich meine Lagerkosten? Welche Maßnahmen zur Reduzierung von Lagerkosten gibt es? Diese und ähnliche Suchanfragen tummeln sich derzeit in den Suchmaschinen und leiten Nutzer nicht selten auf die Website unserer Logistikberatung. Das Suchverhalten bzw. der Bedarf überraschen jedoch nicht. Immerhin haben Unternehmen mit eigener Lagerfläche Not, diese bestmöglich zu nutzen, denn Lagerfläche am Markt ist knapp. Deshalb gilt es, die eigenen Logistikflächen bestmöglich auszunutzen. Aber auch losgelöst von den aktuellen Trends empfiehlt es sich stets, die Lagerkosten im Blick zu behalten und möglichst wenig Kapital zu binden. Vor welchen Herausforderungen unser Kunde stand und wie wir ihm mit unserer Beratung zur Senkung seiner Lagerkosten verhelfen konnten, lesen Sie hier.
Unser Kunde, ein Automobilzulieferer, sah sich mit hohen Lagerreichweiten im Produktionsbereich konfrontiert. Das Lager war schlichtweg zu voll, die Lagerkosten dementsprechend hoch. Ein Grund dafür war, dass das Material im eigenen Lager und der Produktion nicht bedarfsgerecht gelagert wurde und wertvolle Fläche blockierte. So lagerten 150 großvolumige Komponenten an der Produktionslinie, obwohl sich der Bedarf auf lediglich 20 pro Woche belief, um nur ein Beispiel zu nennen. Hinzu kamen hohe externe Lagerkosten, da unser Kunde aufgrund der Platzprobleme im eigenen Lager zusätzliche Fläche bei einem Dienstleister angemietet hatte. Die damit verbundenen Shuttle-Verkehre zwischen dem externen Lager und der eigenen Produktion verursachten zusätzliche Personal- und Transportkosten.
Nach einer Vor-Ort-Begehung und unserer Analyse mit bewährten Methoden war die Empfehlung klar: Um Lagerkosten zu senken, musste der Lagerort einiger Artikel angepasst werden. Eine produktionsnahe Lagerung macht für Komponenten und Halbfertigteilen mit sehr kurzer Verweildauer Sinn, die sehr kurzfristig der weiteren Bearbeitung zugeführt werden. Für Artikel, die für eine längere Zeit eingelagert werden, empfiehlt sich die Lagerung in einem externen, produktionsfernen Lager.
Wir empfehlen unseren Kunden stets, die gesamte Lagerreichweite zu bewerten. Fragen wie „Handelt es sich um WIP-Teil?“, „Sind die Artikel systemisch korrekt angelegt?“ und „Brauche ich überhaupt externe Lagerfläche oder könnte ich stattdessen mit geeigneten Maßnahmen auch meine Bestände reduzieren?“ sind dabei hilfreich Ansätze. In vergangenen Projekten haben wir oft festgestellt, dass hohe Lagerkosten häufig ein Symptom von fehlerhaften Entscheidungen auf der dispositiven Ebene sind und dass hier die Ursache liegt. Wer sein Bestandsmanagement auf der dispositiven Ebene erfolgreich abwickelt, benötigt möglicherweise keine externe Lagerfläche und kann somit seine Logistikkosten im Rahmen halten.
Abseits von der Ursachenforschung auf der dispositiven Ebene widmeten wir uns einer operativen Neukonzeptionierung der Lagerplätze und legten unserem Kunden die Installation eines Hochregals zusätzlich zur bisherigen Bodenlagerung ans Herz. So kann die Logistikfläche bestmöglich ausgenutzt werden, die externen Lagerflächen können reduziert und somit Logistikkosten sowie Transport- und Personalkosten langfristig gesenkt werden. Ab Umsetzung unserer empfohlenen Maßnahmen liegt das Einsparpotential bei 200.000 € - 300.000 € pro Jahr