Weniger Dienstleister, mehr Kostenkontrolle
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„Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.“ Dieses Sprichwort finden sicherlich einige Supply Chain Verantwortliche sowie Logistikleiter treffend, wenn sie sich mit ihrem eigenen „Wald“ auseinandersetzen müssen: dem Lager. Dort werden Waren und Materialien gelagert und aufbewahrt, bis sie letztlich kommissioniert und an (End)Kunden versendet werden. Was sehr simpel klingt, ist oft ein tückisches Unterfangen: Sind die Prozesse und Strukturen in einem Lager nicht durchdacht, treibt dies die Kosten in die Höhe. Wir geben Ihnen einige Tipps an die Hand, an welchen Stellschrauben Sie im Lager drehen können, um dieses möglichst optimiert zu betreiben.
Der Teufel steckt im Detail – im Falle eines großen Lagers, das oft mehrere Tausend Quadratmeter an Logistikfläche bietet, kann der sprichwörtliche Teufel auch mal ein einzelner Behälter sein. Einige Betriebe setzen auf einen oder nur wenige Mehrwegladungsträger, die jedoch nicht auf die Maße der Waren abgestimmt bzw. zu groß dimensioniert sind. Hat ein Unternehmen beispielsweise ausschließlich große Mehrwegbehälter im Einsatz, beanspruchen diese jede Menge Platz im Hochregal. Um diesen einzusparen, empfehlen wir, von großen Behältern auf kleinere umzustellen. Optimierte Ladungsträgergrößen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem optimierten Lager.
Wie viel Platz benötigen Sie wirklich zwischen Ihren Regalen? Die Gänge zwischen zwei Regalen sollten ausreichend Platz für Prozesse wie Einlagerung und Kommissionierung bieten. Zu groß dimensionierte Gangbreiten verringern jedoch Ihre Gesamtlagerfläche. Sind die Gangbreiten hingegen optimiert, gewinnen Sie möglicherweise Platz für eine weitere Regalzeile. So breit wie nötig und so schmal wie nötig lautet hier die Devise. Wer jetzt denkt „Je mehr Platz, desto mehr Ware kann ich einlagern“, dem raten wir dazu, im ersten Schritt sein Bestandsmanagement zu überprüfen.
Klagen unsere Kunden über zu wenig Platz im Lager, legen wir den Fokus gerne auf das Bestandsmanagement, um zu überprüfen, ob – und wenn ja wie viel – zusätzliche Lagerfläche überhaupt nötig wäre. Hier eignet sich im ersten Schritt eine Reichweitenanalyse, mit deren Hilfe die Lagerreichweiten aller Artikel analysiert werden. Die Lagerreichweite ist eine Kennzahl innerhalb der Logistik, die aussagt, wie lange ein Warenbestand auf Lager noch ausreicht, um lieferfähig zu bleiben und wann eine Neubestellung fällig ist. Das Ziel besteht stets darin, sowohl zu niedrige als auch zu hohe Lagerreichweiten zu vermeiden.
Automatisieren um jeden Preis? Wir bei Chaindson haben in unzähligen Kundenprojekten festgestellt: Nicht alle Prozesse eignen sich zur Automatisierung. Trägt die automatisierte Lösung jedoch zu einer erhöhten Produktivität und gleichzeitig Verschlankung der Prozesse bei, können sich der Umstellungsaufwand und die monetäre Investition lohnen. Beispiel: In einem Lager, in dem zahlreiche Kleinteile sehr hoch frequentiert abgerufen werden, empfiehlt sich der Einsatz eines Regalbediengeräts. Dieses verfügt über eine IT-Anbindung und übernimmt die Ein- und Auslagerung sowie Kommissionierung der Ware. Gerne unterstützen wir Sie bei der ROI-Rechnung. Nicht zu vergessen: Gerade in Anbetracht des Fachkräftemangels ist ein höherer Automatisierungsgrad für Unternehmen jedoch interessant. Wer mehr Prozesse automatisiert abwickelt, benötigt weniger personelle Ressourcen.
Damit Sie als Logistikverantwortlicher alle wichtigen Kennzahlen im Blick haben, unterstützen wir Sie gerne bei der Erstellung diverser Templates mit Kennzahlen rund um Bestände, Bewegungen, Auftragsstrukturen, Lagerauslastung, Beschaffungsmanagement, Ressourceneinsatz und Co. Diese aussagekräftigen Dashboards helfen Ihnen, strategische sowie operative Entscheidungen zu treffen, um Ihr Lager langfristig zu optimieren.